Aktualitäten

Anhörung geschlossen

Erklärung und Empfehlungen zur Nahtstelle wurden bis am 31. Mai 2011 zur Anhörung unterbreitet

Die Projektleitung des Projektes Nahtstelle hat basierend auf den wichtigsten Erkenntnissen des Nahtstellen-Projektes zwei Texte erarbeitet, die bis am 31. Mai 2011 in eine Anhörung gingen:

  • Vorschlag für eine gemeinsame Erklärung zum weiteren Handlungsbedarf an der Nahtstelle. Mit dieser Erklärung sollen Kantone, Bund, Organisation der Arbeitswelt und Lehrer-Dachverbände ihr Commitment von 2006 erneuern. Die Anhörung richtete sich an die erwähnten Kreise.
  • Vorschlag für EDK-Empfehlungen zur Nahtstelle. Die Adressaten der Anhörung waren die kantonalen Bildungsdepartemente, verschiedene Fachkonferenzen der EDK und die Lehrer-Dachverbände.

Die zur Anhörung eingeladenen Kreise haben zum Commitment Stellung genommen. Der Vorschlag für eine gemeinsame Erklärung wurde mehrheitlich angenommen. Das bereinigte Commitment wird voraussichtlich Anfang 2012 von den Partnern verabschiedet. Die Bildungsdepartemente, die EDK-Fachkonferenzen und die Lehrer-Dachverbände haben sich zu den EDK-Empfehlungen geäussert. Die Ergebnisse werden der EDK-Plenarversammlung unterbreitet.

Dokumentation für die Anhörung

Die Texte für die Anhörung sind Bestandteil des Schlussberichts:
Schlussbericht zum Projekt Nahtstelle Version 31.01.2011 PDF-Datei

Gegenstand der Anhörung:

Gemeinsame Erklärung > Kapitel 6.1 Seiten 54-57;
EDK-Empfehlungen > Kapitel 6.2 Seiten 57-66

Kontakt

Dr. Martin Leuenberger, Generalsekretariat EDK,
Leiter Koordinationsbereich Sekundarstufe II und Berufsbildung

leuenberger@edk.ch +41 (0)31 309 51 11

Nahtstellen-Tagung 16. Juni 2010

Einbezug der Eltern und Zusammenarbeit

Im Fokus standen dieses Jahr das Thema Einbezug der Eltern und insbesondere der Einbezug von Immigranteneltern.

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Nahtstellen-Tagung 2009

Mittwoch, 27. Mai 2009 in Bern

Erfolgsfaktoren in der Berufsbildung bei gefährdeten Jugendlichen

Im Zentrum standen in diesem Jahr die Faktoren, welche bei Jugendlichen für eine erfolgreiche berufliche Grundbildung massgeblich sind.

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Von der Sozialhilfe zur Berufslehre. AMIE - Ein Projekt für alleinerziehende Mütter

Das Projekt AMIE - eine Zusammenarbeit des Gewerbeverbandes Basel-Stadt, der Sozialhilfe der Stadt Basel und des Basler Frauenvereins am Heuberg - richtet sich an allein erziehende Mütter von Basel-Stadt im Alter von 16 bis 25 Jahren, welche noch vor Abschluss einer ersten beruflichen Qualifizierung ein Kind zur Welt brachten. Das Pilotprojekt AMIE beginnt im September 2007. Durch geeignete Rahmenbedingungen haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, eine Berufslehre erfolgreich zu absolvieren. Durch die gezielte Vorbereitung im Vorlaufprogramm soll der Übergang von der Phase der ausschliesslichen Kinderbetreuung zur Phase der Fremdbetreuung des Kindes und das Absolvieren der Erstausbildung ermöglicht werden. Die Finanzierung übernimmt die Stadt Basel. Der Basler Frauenverein stellt Krippenplätze zur Verfügung.

Qualifizierte Coaches leiten das 9-monatige Vorlaufprogramm. Ein wichtiges Ziel des Programms ist, zu einer realistischen Selbsteinschätzung zu gelangen. Den Frauen steht ein harter Weg bevor: Je nachdem wie weit der Schulabschluss zurückliegt, muss Schulwissen aufgeholt werden (z.B. mit Hilfe der Schule "Link zum Beruf"). Ebenso muss der Doppelbelastung durch Ausbildung/Beruf und Familie standgehalten werden. Ein starker Wille ist eine notwendige Voraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss. Der Gewerbeverband Basel-Stadt bietet während der ganzen Berufsausbildung ein individuelles Coaching/Mentoring bis zum erfolgreichen Lehrabschluss an. Für die Berufsausbildung selber werden Sonderregelungen - wie beispielsweise 80%-Lehrstelle - erforderlich sein.

Kontakt: Regula Ziegler, Berufsbildnerin Ausbildungsverbund, r.ziegler@gewerbe-basel.ch

Notizen zum Gespräch mit Regula Ziegler vom 14.8.2007

cs/16.8.07

Transitionen von der Mittelschule ins Erwerbsleben - Forschungsprojekt der Universität Zürich

Am Psychologischen Institut der Universität Zürich werden unter der Leitung von Prof. Alexandra Freund und Bettina Wiese Verläufe von der Mittelschule an die Universität bzw. ins Erwerbsleben nachgezeichnet. Die Längsschnittstudie fragt unter anderem danach, welche Faktoren für einen erfolgreichen Übergang an der 2. Schwelle von Bedeutung sind. Als potentielle Wirkfaktoren werden Persönlichkeitsmerkmale, Vorgehen bei der Berufswahl, soziale Unterstützung, persönliche Ziele, Einstellungen zu Beruf und Familie etc. untersucht. Erste Ergebnisse sind im Herbst 2007 zu erwarten.

Das Projekt wird von der Jacobs-Stiftung unterstützt, welche sich mit der Förderung von Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren beschäftigen. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Behörden werden Programme in den Bereichen Bildung, Forschung und Ausbildung initiiert und finanziert, sowie Konferenzen organisiert. Dabei geht es der Jacobs-Stiftung insbesondere um die Stärkung des Potenzials von Jugendlichen in Risikogruppen, die aufgrund ihres ökonomischen, sozialen oder Bildungshintergrunds benachteiligt sind.

Kontakt: Dr. Bettina Wiese, Oberassistentin an der Abteilung Angewandte Psychologie der Universität Zürich, mail: b.wiese@psychologie.uzh.ch

cs/14.8.07

Coaching 16:25 - ein begleitendes Unterstützungsangebot für Jugendliche, die den Integrationsprozess verweigern

"Coaching 16:25" ist ein spezifisches Angebot der Sozialen Dienste der Stadt Zürich und auf Jugendliche und Junge Erwachsene, die Sozialhilfe beziehen, ausgerichtet, die bis anhin den Integrationsprozess verweigert oder immer wieder abgebrochen haben. Es ist kein Bildungs- oder Arbeitsintegrationsangebot, sondern ein vorgelagertes und begleitendes Unterstützungsangebot mit dem Ziel, die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen für den Einstieg in einen längerfristigen Integrationsprozess zu gewinnen und die bisherigen Hindernisse zu überwinden. Vom Thema Berufsbildung ist diese Zielgruppe oft noch weit entfernt.

Das Coaching ist zur Zeit noch im Aufbau. Anfangs Oktober sind erste Ergebnisse zu erwarten. Ein Überblick über die Arbeitsintegration-Angebote für Jugendliche und Junge Erwachsene ist unter folgendem Link zu finden: http://www.stadt-zuerich.ch/internet/sd/home/jugend/schule___job/Arbeits__und_Integrationsangebote.html

Kontakt: Coaching 16:25 (Soziale Dienste Zürich), Tel. 043 444 74 20, mail: sd-coaching16-25@zuerich.ch

cs/9.8.07

Bericht zur Schnittstellenproblematik der Deutschschweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz aus dem Jahre 2000

Die im DBK Lehrstellenprojekt tätige Projektgruppe „Rahmenbedingungen für Lehrbetriebe verbessern“ hat im Jahre 2000 eine Analyse der Schnittstellenproblematik durchgeführt. Sind die Zielsetzungen bis heute dieselben geblieben? Hat sich die Zusammenarbeit der Schnittstellenpartner in den Kantonen verbessert?

Die Durchsicht der damals durchgeführten Bestandesaufnahme von regionalen Projekten zur Verbesserung der Schnittstelle zeigt, dass sich die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen zur Verbindung verschiedener Bildungssysteme im Laufe der letzten Jahre deutlich verbessert hat. Während im Jahre 2000 nur die Minderheit von Kantonen über regionale Schnittstellenorganisationen berichtet, verfügen heute die meisten Kantone über Kommissionen, welche sich um die Zusammenarbeit zwischen kantonalen Stellen bemühen.

Hingegen sind die Zielsetzungen zur Optimierung des Übergangs bis heute weitgehend dieselben geblieben. Als zentrale Zielsetzungen wurde damals genannt, dass Strukturen geschaffen werden müssen, welche die beiden unabhängigen Institutionen Volksschule und Berufsbildung miteinander verbinden. Massnahmen müssen durch ihre Evidenz überzeugen und nach dem Prinzip der Freiwilligkeit erfolgen. Weiter müssen sich die Projekte für Verbesserungen an der Schnittstelle am spezifischen Bedarf einer Region, einer Zielgruppe oder besonderen Situation ausrichten und auf umkomplizierte Art realisiert werden. Das bestehende Know-how soll breit verfügbar gemacht werden und diejenigen Regionen bzw. Akteure, die sich mit der Einrichtung von regionalen Plattformen befassen, unterstützt werden. Diese Zielsetzungen sind vergleichbar mit einigen zentralen Postulate der Leitlinien, welche die EDK am 27. Oktober 2006 verabschiedet hat.

cs/9.8.07

Ältere Lehrstellenbewerber haben weniger Chancen

Mindestens gilt dies in Deutschland, wie das Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn im Rahmen einer Befragung von Lehrstellenbewerbern 2006 festgestellt hat. Es empfiehlt deshalb: Schulabsolventen sollten sich sofort nach ihrem Abschluss um eine Lehrstelle bemühen. Die Unternehmen würden dazu tendieren, den jüngeren Bewerber, die jüngere Bewerberin vorzuziehen.

Warum interessiert uns das?

Im Rahmen des Projekts Nahtstelle obligatorische Schule - Sek II wurde festgestellt, dass speziell in der Westschweiz, in gewissen Bereichen aber auch in der Deutschschweiz die Tendenz besteht, ältere Jugendliche zu bevorzugen. (Download: Bericht Zusammenfassung) Offenbar besteht hier ein Unterschied im Verhalten. Üblicherweise entwickeln sich ja die Berufsbildungssysteme von Deutschland und der Schweiz parallel, wenn auch eine Entwicklung in Deutschland einige Jahre früher einsetzt als in der Schweiz. Kann es sein, dass sich auch in der Schweiz in absehbarer Zeit die Tendenz dreht und Jugendliche, die - freiwillig oder mangels Lehrstellenangebot - ein oder mehr Zwischenjahre einlegen (müssen), doppelt benachteiligt sind? 

 Emil Wettstein

Empfehlung: Risikojugendliche systematisch erfassen

Rund 12 % der jungen Erwachsenen treten ohne abgeschlossene Ausbildung auf Sekundarstufe II ins Erwerbsleben ein, rund 2500 Jugendliche (2,5 bis 3% aller Schulabgänger) schaffen nicht mal den Einstieg in eine nachobligatorische Ausbildung. Dies ist eines der Ergebnisse der "Vertiefungsstudie Bildungsangebote im Übergang von der obligatorischen Schule in die Berufsbildung", die im Auftrag des BBT vom Büro Egger, Dreher & Partner erstellt wurde. Die Studie fordert unter anderem, dass alle Personen ohne Anschlusslösung erkannt und systematisch erfasst werden. Eine Abkehr vom heute gängigen Prinzip der Freiwilligkeit sei geboten. Mehr: http://www.bbt.admin.ch/dokumentation/00335/00400/index.html?lang=de oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3919.pdf

cs/16.4.07

Berufsbildungstag der Migros

Die Jowa AG in Gränichen hat ihre zweite Ausbildungsbäckerei eröffnet – ein "Arbeitslabor" für Lernende, das in der Schweiz einzigartig ist. Die offizielle Eröffnung nimmt die Migros zum Anlass, an ihrem ersten "Tag der Berufsbildung" zahlreichen Gästen aus Politik, Berufsfachschulen und Verbänden einen Blick in den Berufsalltag der 122 Lernenden zu gewähren, die sich bei der JOWA AG mehrheitlich zu Bäckern/Konditoren und Lebensmitteltechnologen ausbilden lassen. Mehr Informationen sind unter http://www.migros.ch/MigrosMedia_DE/Content/MigrosKonzern/Communiques2006/ zu finden.

cs/13.11.06